Rauhnachtsbegleitung 2018/2019

 

Die Rauhnächte von Iris Waizenegger

Die Rauhnächte ziehen wieder in unseren Alltag ein. Das finde ich persönlich sehr schön. Ich liebe diese Zeit im Jahr. Diese Tage und Nächte sind anders, mystisch und geheimnisvoll. Sie öffnen die Tore zu anderen Dimensionen. Die Geistige Welt ist uns so unbeschreiblich nah. Wir können Rückschau halten und gleichzeitig schauen wir nach vorn.

Immer wieder werde ich gefragt, Wie lebst du die Rauhnächte, Was machst du in diesen Nächten bzw. Tagen, Welche Rituale machst du etc.? Aus diesem Grund möchte ich die Gelegenheit nutzen, welche mir Beate Seemann zur Verfügung stellt, euch heute über „meine“persönlichen Rauhnächte zu erzählen.

In unserer schnelllebigen Zeit ist es nicht immer einfach das richtige Maß an Ruhe, Stille und Einkehr zu finden. Daher habe ich mir selbst den Druck genommen und freue mich schon über wenige Minuten am Tag an denen ich zur Stille komme und diese genieße ich umso mehr. Ja Minuten, denn im Kleinen fängt das Große an. Es gibt Tage an denen meint man keine Zeit zu finden und dann gibt es wieder Tage mit unendlich viel Zeit. Daher ist es wichtig, dass jederdas seine findet was zu ihm selbst passt.

Höre auf dein Herz es zeigt Dir den Weg.

Jedoch bevor ich von „meinen“ Rauhnächten erzähle, möchte ich Euch kurz ein paar allgemeine Worte zu den Rauhnächten sagen.

Was bedeutet denn Rauhnacht, woher kommt dieser Name? Denn es gibt ja auch noch weitere Bezeichnungen auf diese Zeit wie z.B. Wolfsnächte, Rauchnächte etc.

Der Name „Rauhnacht“ soll laut dem Volksmund von dem Wort „raunen“ abstammen und bezeichnet die Zeit zwischen den Jahren. Die sogenannte mystische Zeit. Die Geistige Welt zieht um her und raunt.Die Rauhnächte sind Losnächte. Sie beziehen sich auf das Wort losen, vorhersagen, daher sind diese Nächte besonders gut geeignet um Prognosen/Vorhersagen für das kommende Jahr zu wagen.

So vielfältig wie die Namensgebung ist, sind auch die Bräuche und die Anzahl der Rauhnächte, je nach Region unterschiedlich. Für mich sind es 12 Nächte vom Heiligabend (die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember) bis zum 06. Januar.

Zur Vorbereitung auf die Rauhnächte gehören für mich:

Ein gründlicher Hausputz. Da vom Volksglaube her, Dreck und Unordnung Krankheiten anziehen.

Möglichst alle Rechnungen bezahlen, aufgeschobene Gespräche, Schreiben etc. erledigen und geliehenes wieder zurückgeben.

Ich besorge mir Räucherwerk und Gaben für die Naturwesen sowie Körner für die Vögel.

Wichtig, ich lege mir ein Tagebuch oder Blätter mit einem Stift zu Recht.

 

Vor der ersten Rauhnacht räuchere ich das gesamte Haus beginnend im Keller bis hinauf zum Dachboden. Es wird jedes Zimmer geräuchert. Es gibt Empfehlungen zu bestimmten Tagen zu räuchern, ich jedoch gestalte dies intuitiv.

 

Für die Räucherung verwende ich oft Weihrauch, Salbei oder Angelica-Wurzel, jedoch entscheide ich immer nach meinem Herzen welche Kräuter oder Harze ich verwende.

Das würde ich auch Dir empfehlen, nimm die Räuchermischung Deiner Wahl.

 

Folgender Segen spreche ich gern beim Räuchern:
 

Möge alles Dunkle, alles, was uns nicht mehr dient,

aus den Räumen JETZT verschwinden.

Ich lade die Liebe und das Segenslicht nun ein.

 

Nach dem Lüften versprühe oder verneble ich gern zusätzlich einen gut riechenden Duft.

 

Durch die Opfergaben (Schokolade, Schnaps und/oder Tabak) für die Naturwesen ehre und segne ich diese Wesen. Diese gebe ich am Heiligenabend an ausgewählte Stellen in unserem Garten. Ich bedanke mich bei den Naturwesen für Ihre Hilfe und Arbeit die Sie für uns geleistet haben in diesem Jahr und bitte Sie um Ihre Unterstützung auch im nächsten Jahr.

Auch die Vögel bekommen am Heiligen Abend ihr Festtagsessen, da wir uns immer freuen wenn sie uns besuchen und für uns singen.

 

Für die nächsten Tage brauche ich vor allem mein Tagebuch. Ich schreibe alles auf was wichtig für mich ist. Alles was sich über den Tag ereignet hat, sowie meine Träume.

Folgende Fragen können mich begleiten:

 

  • Wie ist das Wetter heute?

  • Wie war die Stimmung heute?

  • Was hat sich besonderes ereignet?

  • Wer hat angerufen?

  • Welche Botschaften, Tiere, Zeichen habe ich heute erhalten?

  • Welche Menschen sind mir begegnet?

  • Welche Zahlen fielen mir auf?

 

Und vieles mehr, lass deiner Kreativität freien Lauf.

 

Zu jedem Aufschrieb schreibe ich mir das Datum, damit ich später meine gesammelten Informationen und Träume den entsprechenden Monatenzu ordnen kann. Denn jede Rauhnacht bezieht sich im Neuen Jahr auf einen bestimmten Monat.

Für Euch eine Übersicht, welche Rauhnacht zu welchem Monatgehört:

24./25. Dezember             Monat: Januar        

25./26. Dezember             Monat: Februar       

26./27. Dezember             Monat: März

27./28. Dezember             Monat: April

28./29. Dezember             Monat: Mai

29./30. Dezember             Monat: Juni

30./31. Dezember             Monat: Juli

31.Dezember/01. Januar     Monat: August

01./02. Januar                  Monat: September

02./03. Januar                  Monat: Oktober

03./04. Januar                  Monat: November

04./05. Januar                  Monat: Dezember

05./06. Januar                  Abschluss der Rauhnächte.

Die heiligen drei Könige haben das Christuskind erreicht um es zu segnen.

Das Licht beendet die Zeit der Dunkelheit.

 

Spezielle Tage

Zu Silvester nehme ich mir extra Zeit und schaue nochmals zurück. Wie war mein Jahr, was habe ich erreicht, was darf noch reifen? Wem darf ich danken für seine Unterstützung? Was habe ich alles erlebt?

Gerne orakle ich an Silvester. Ich nehme ein Orakel-Set meiner Wahl und ziehe pro Monat eine Karte.

Zudem schreibe ich meine Wünsche für das kommende Jahr auf und auch das was ich NICHT mehr mitnehmen möchte. Später übergebe ich alles dem Feuer.

 

Am 06. Januar räuchere ich nochmals das ganze Haus und bitte um Segen für alle und für unseren Lebensweg.

 

Mit dem Tag der Heiligen Drei Könige schließen sich die feinstofflichen Tore zur Anderswelt. Bevor sich aber der Alltag wieder bei mir durchsetzt, setze ich mich hin, zünde eine Kerze an und lese nochmal meine Aufzeichnungen der letzten Tage. Lass alles auf mich wirken und schaue welche Themen haben mich am meisten beschäftigt? Welche tollen Begegnungen, Erlebnisse, etc. haben stattgefunden. Was möchte mir das Neue Jahr bringen/zeigen?

 

So schließen sich die Rauhnächte für mich.

In den nächsten Monaten werde ich immer wieder in mein Tagebuch schauen und mich riesigfreuen, wenn sich meine Aufzeichnungen bewahrheiten. Ein unbeschreiblich tolles Gefühl.

 

Das war mein Einblick in meine Rauhnächte. Es würde mich freuen wenn ich Euch Impulse für Eure eigenen Rauhnächte und Rituale geben konnte.

 

Ich wünsche Euch für das kommende Jahr viele schöne und segenreiche Momente.

 

Von Herzen Eure,

Iris Waizenegger

 

 

Quellennachweis: Das Geheimnis der Rauhnächte von Jeanne Ruland. Allgemeine Bedeutung der Rauhnächte.

Gedanken zu den Rauhnächten, Iris Waizenegger

 

 

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© Beate Seemann SOULSOMA-life in balance -, Ausbildung zum SOULSOMA-Heiler und SOULSOMA Berater - spirituelle SOULSOMA Reisen in die Provence Auf den Spuren von Maria Magdalena